Die Eisenbahn im Raum Büren

Karte1959
Fahrplan1937
Links: Hier zeige ich euch einen Ausschnitt der Eisenbahnstreckenkarte des Jahres 1959 um Büren herum. Oben: Zudem habe ich einige Fahrpläne studiert und bestimmte Jahre zusammengestellt, hier eben das Jahr 1937. Auf meiner Webseite "Service" kann man bei mir die Karten und Fahrpläne im A4-Format als PDF-Datei erhalten.

Das Eisenbahnzeitalter im Raum Büren

Die Anfänge …

Bereits im Jahre 1885 bemühte sich der Bürgermeister von Frankenberg um den Bau einer Eisenbahn zwischen Paderborn und Marburg/Gießen. Es sollte dann noch 13 Jahre dauern, bis endlich eine Teilstrecke eröffnet wurde: am 20.10.1898 begann der Zugverkehr zwischen Büren und Paderborn. Am 01.07.1900 wurden der Bahnbetrieb zwischen Büren und Geseke, am 01.04.1901 schließlich der zwischen Büren und Brilon-Stadt aufgenommen. Damit erfüllte sich ein langgehegter Wunsch insbesondere der Stadt Büren, die sehr lange und intensiv dafür gearbeitet und gekämpft haben und deren Vertreter von Anfang an betonten, dass nur die drei Strecken zusammen Sinn machen, die Region Büren zu entwickeln. In einem ausführlichen Schreiben an die Eisenbahn wird deutlich, dass diese neuen drei Eisenbahnverbindungen im Verbund deutliche Vorteile mit sich bringen (Hölzer, Heu, Kohle u.a.); gleichzeitig wird betont, dem Geseker Raum würde die alleinige Strecke Paderborn-Büren nur Nachteile bringen: Verminderung des Fremdenverkehrs, des Postverkehrs, des Getreide-, Viehfutter- und Rindviehhandels und damit ein Rückgang der gesamten Geseker Verhältnisse. Ein gleichzeitiger Bau der Strecke Büren-Geseke würde die genannten Nachteile aufheben und gleichzeitig der Kalkindustrie einen Aufschwung bringen. Es wird in den vielen Schreiben z. B. aufgelistet, dass die kaiserliche Post 27.000 Personen in diesem Raum befördert und die Anzahl selbst nicht bewältigen kann (ergänzt durch 4 private Unternehmen). 4.400 Personen werden zwischen Büren und Geseke befördert (Stand: 1891). Na ja, wie wir heute wissen, haben die Petitionen der Vertreter von Lippstadt, Geseke, Büren und Steinhausen die Königliche Eisenbahndirektion Münster überzeugt und die Strecke Büren-Geseke wurde gebaut.
Für den Bau der Almetalbahn wurden besonders folgende Argumente genannt: touristische Erschließung des Sauerlandes für Menschen aus Mitteldeutschland, für die Landwirtschaft höhere Erträge durch Verkauf von Vieh (Schafe, Rinder; >30.000 Stck. p. a.), von Produkten wie Getreide, Kartoffeln, Zuckerrüben, schnellerer Transport von Viehfutter, Abtransport von Tuffsand aus dem gesamten Almetal und Holz aus den ausgedehnten Wäldern an der Alme. Zudem gab es in Alme eine Papierfabrik (produzierte täglich 60-70 Zentner), am Multhäupter Hammer eine Holzschleiferei (1000 Raummeter Holz pro Jahr in Verarbeitung), in Ringelstein eine Drahtstiftfabrik (bis zu 200 Wagenladungen pro Jahr geplant) sowie mehrere Mahl- und Sägemühlen entlang der Alme. Natürlich würde auch die Personenbeförderung stark anwachsen. Und tatsächlich, bis zum 1. Weltkrieg stieg die Zahl der verkauften Fahrkarten auf über eine Million an. 1913 markierte den Höhepunkt. 1. Weltkrieg, Wirtschaftskrise, aufkommender Bus- und Autoverkehr, der Höchstwert von vor dem ersten Weltkrieg wurde nie mehr erreicht. Nach Überwindung vielerlei Hürden spielte auch das Geld eine wichtige Rolle: die Stadt Paderborn trug 100.000 Mark, Büren 60.000 Mark und Industrie und Gewerbe weitere 15.000 Mark. So konnte die Vorlage zum Bahnbau per Gesetz 1892 angenommen werden. 1894 erklärte sich die Königliche Regierung zum Bau der Strecken Büren-Paderborn, Büren-Brilon und Büren-Geseke bereit. In der Folge wurden zunächst die Bahnhöfe und Haltestellen gebaut, etwa in Paderborn, Borchen, Tudorf, Wewelsburg, Ahden, Brenken, Büren, Siddinghausen, Ringelstein, Alme, Brilon-Stadt und Brilon-Wald. Selbst Weine erhielt einen Haltepunkt. Die jahrelangen Arbeiten mit großer körperlicher Anstrengung wurde hauptsächlich von Ausländern geleistet. Italiener, Österreicher, Tschechen und Kroaten wurden angeworben und in Baracken außerhalb der Dörfer untergebracht. Die Italiener waren auch die Experten für die Felssprengungen an den zahlreichen Durchbrüchen im Almetal.

Die Städte im Raum Büren hatten um 1900 etwa folgende Einwohnerzahlen:  Paderborn 23.500, Brilon 4.800, Geseke 4.500 und Büren 2.700 (Quelle: Brockhaus 1906). Sie sind damit die wichtigsten Orte in dieser Region, wobei Büren mit Abstand der kleinste Ort ist, fast ausschließlich geprägt von der Landwirtschaft. Mehrfach betont wurde, den Bürenern bringe die Geseker Verbindung größere Vorteile als die Paderborner Verbindung (die ist ja bereits genehmigt), neben der Bahn an sich sei auch die Frachtersparnis ein nicht zu unterschätzender Faktor. Die Bewohner Lippstadts sind ebenfalls wesentlich an einer Verbindung Geseke-Büren-Brilon interessiert, da diese nicht nur einen Teil ihres Absatzgebietes durchschneidet, sondern ihnen auch die seit Jahren angestrebte kürzere Verbindung nach der Ruhrtalbahn und damit nach ihrem natürlichen Hinterlande bringt, dem sie durch regen Handel seit 100 Jahren eng verbunden sind. Leider war der Betrieb dieser 15,3km langen Verbindung nicht von großer Dauer, die 59,7km lange Strecke Brilon-Büren-Paderborn erlebte ebenfalls keine hundert Jahre Betriebszeit.

Von der Inbetriebnahme bis 1910 galt auf der Almetalbahn eine Höchstgeschwindigkeit von 40km/h. Überwiegend wurden preußische Lokomotiven der Gattung G3 und G4 eingesetzt, die in Paderborn, Bestwig oder Frankenberg beheimatet waren. Später erhöhte man die maximale Geschwindigkeit auf 60km/h. Es wurden in der Folgezeit Lokomotiven der Baureihen T9.3 (BR91.3) gefahren. Nach dem 1. WK wurden bis 1940 vorwiegend T14 (BR93) im Personenverkehr eingesetzt. Nach 1945 fuhr man zudem mit preußischen P8 (BR38.40) aus Paderborn Personenzüge. Der Eilzug Bremen-Frankfurt war auf der Almetalbahn bis Mitte der 1960er Jahre mit Dampfloks der BR50 bestückt, danach übernahmen Dieselloks der Baureihe V100 (BR212) und V160 (BR216) den Zug. Für Güterzüge kamen die Dampfloks der Baureihe 50 zum Einsatz. Die BR44 hatte eine zu hohe Achslast, wurde aber in wenigen Ausnahmefällen auch eingesetzt (Aussage von Lokführer Hölscher aus Paderborn).

Eine beachtliche Aufwertung erfährt Büren durch die Fernverbindung Frankfurt-Bremen nach dem Zweiten Weltkrieg. Dieser berühmte Heckeneinzug fuhr erstmalig am 15.05.1949 zwischen Frankfurt und Bremen durch Büren. Diese Art von Eilzügen waren dazu angetan, die Landbevölkerung ans Fernnetz anzubinden. Um einigermaßen schnelle Verbindungen zwischen entfernten Regionen/Städten ohne Umsteigeprozeduren bewerkstelligen zu können, ließ die neue Deutsche Bundesbahn Züge buchstäblich an jeder Hecke vorbei fahren, sie machten aber nur in bedeutenderen Orten Halt. Näheres hierzu habe ich auf der Seite zum Heckeneilzug E451/452 dargestellt. Zudem benutzte zwischen Mai 1963 und Mai 1965 der Eilzug Paderborn-Köln – V100 mit drei Silberlingen – die Almetalbahn. Er fuhr von Paderborn über Büren, Brilon-Wald, Meschede, Wennemen, Finnentrop, Olpe, Dieringhausen nach Köln.

06.02.1892 preußisches Gesetz für den Bahnbau Paderborn – Büren
08.04.1895 preußisches Gesetz für den Bahnbau Büren – Brilon-Stadt und Büren – Geseke
16.12.1896 Gesetz für den Bahnbau Brilon-Stadt – Brilon-Wald
20.10.1898 Aufnahme des Zugverkehrs zwischen Paderborn und Büren
01.07.1900 Aufnahme des Zugverkehrs zwischen Brilon-Stadt und Brilon-Wald
01.04.1901 Aufnahme des Zugverkehrs zwischen Büren und Brilon-Stadt
05.01.1950 Aufnahme des Eilzugs Bremen – Frankfurt (Main)
27.05.1963 Aufnahme des Eilzugs Paderborn – Köln

… und das Ende

Am 15.05.1952 wurde der Reiseverkehr zwischen Büren und Geseke eingestellt, am 29.04.1974 auch der Reiseverkehr zwischen Büren und Brilon-Wald. Das traurige Ende des letzten Streckenabschnitt folgte schließlich am 31.05.1981: Einstellung des Reiseverkehrs zwischen Büren und Paderborn. Der Vollständigkeit sei erwähnt, dass noch etwas Güterverkehr bis zum 29.12.1995 zwischen Büren und Paderborn abgewickelt wurde. Heute ist die Bahntrasse zwischen Geseke und Büren kaum mehr ersichtlich. Büsche, Bäume und Reste eines Dammes zeigen hier und da noch den Verlauf (z. B. zum Kapellenberg hinauf). Die Verbindung Geseke Bahnhof-Geseke Zementwerke ist weiterhin in Betrieb. Die Trasse Büren-Paderborn existiert noch vage ohne Gleise. Auf der Trasse Büren-Brilon liegen noch Gleise, die Natur holt sich hier langsam alles zurück. Ein Museumsbetrieb durch die Almetalbahn mit dem Schienenbus VT98 gibt es schon lange nicht mehr. Die VEW bzw. RWE bzw. die Nachfolgeunternehmen haben den letzten Trafo aus Büren abtransportiert; diese Eisenbahnstrecke muss nun nicht mehr Instand gehalten werden. Zwischen Brilon-Wald und Brilon gibt es wieder Reiseverkehr. Die Verbindung Brilon-Frankfurt ist nun auch zwischen Korbach und Frankenberg/Marburg  auf der Heckeneilzugstrecke durchgängig befahrbar. In einer Zeit der ständig überfüllten Straßen macht eventuell die Wiederbelebung der Eisenbahnverbindung zwischen Paderborn, Büren und Brilon Sinn. Wir Bürger sind gefordert und stimmen letztlich mit der Wahl unseres Reisemittels ab. Ich persönlich bin als Kind der 1950er, 1960er und 1970er Jahre und als ausgesprochener Liebhaber der Eisenbahn nicht glücklicher, wenn auf einer wiederbelebten Trasse die Allerweltstriebwagen der heutigen Zeit hin- und her rollen. Interessant würde es, wenn Sonderfahrten mit Dampf- und Dieseltraktionen durch Büren kämen. Man darf ja ‚mal träumen!

15.05.1952 Einstellung des Personenverkehrs Geseke – Büren
31.05.1959 Einstellung des Güterverkehrs Büren – Steinhausen
30.05.1965 Einstellung des Güterverkehrs Büren – Ringelstein
29.04.1974 Einstellung des Personenverkehrs Büren – Brilon/Brilon-Wald
14.04.1975 Einstellung des Güterverkehrs Ringelstein – Brilon
31.05.1981 Einstellung des Personenverkehrs Büren – Paderborn
31.05.1988 Einstellung des Güterverkehrs Geseke – Steinhausen
29.12.1995 Einstellung des Güterverkehrs Büren – Paderborn

Ich möchte hier auf meinen Eisenbahnseiten die schöne, die gute alte Eisenbahnzeit im Raum Büren darstellen; nicht so ausführlich, wie ich es schon einmal auf einer eigenen Eisenbahn-Website gemacht hatte, aber trotzdem mit so viel Liebe und Sachverstand, wie es mir möglich ist.
Gegenüber meiner früheren Eisenbahn-Website – die nicht mehr als Basis fungieren konnte – habe ich die Inhalte gestrafft. Vielleicht erinnert sich der eine oder andere noch daran. Aber: meine jetzige Website enthält auch neu recherchierte Daten zur Eisenbahn im Raum Büren.

Ein Neuanfang? Ja!?

Vor einigen Jahren habe ich hier an dieser Stelle noch ein uneingeschränktes JA abgegeben. Jetzt, in 2026, bin ich anderer Meinung. Die Politik macht keine Anstalten das Projekt nach vorn zu bringen. 5 bis 6 Jahre – nichts ist geschehen. Auch die Schwarz-Grüne-Landesregierung hat nichts zustande gebracht in Sachen „Förderung des Nahverkehrs für ländliche Regionen“. Die Ignoranten im Management der Politik und der Bahn haben andere Interessen. Selbst der sehr gut nachgefragte ICE über Paderborn nach München wurde gestrichen mit einer nicht nachvollziehbaren Begründung.
Und dann dieses: um die Fahrzeit zwischen Hannover und Bielefeld um wenige Minuten zu reduzieren, sollen Milliarden ausgegeben werden für eine tw. neue Trassierung, vorbei an Mittelstädten, die abgekoppelt werden; und das alles gegen den Mehrheitswillen der Bevölkerung.
Also: nutzt lieber euren Pkw, das Fahrrad, das Flugzeug und lasst die Bahn Bahn sein.
Dazu kommen meine extrem negativen Erfahrungen in meiner Familie mit der Deutschen Bahn in dieser Zeit. Ich selbst nutze die Züge gar nicht mehr. Es gab und gibt bei jeder längeren Fahrt ein Problem. Immer! Auch bei meinen Kindern. Immer!!!
Daher meine Empfehlung an alle, die ausweichen können: „Deutsche Bahn? Nein danke!“

Was hier noch folgt sind Ideen eines Träumers, die niemals in Erfüllung gehen werden. Ich lasse sie in der Erinnerung an frühere bessere Zeiten einfach hier stehen.

Ausschnitt aus der Bahnstreckenkarte NRW 2020: Welche Möglichkeiten eine Verbindung Paderborn - Büren - Brilon eröffnet, kann man unschwer an dieser Eisenbahnstreckenkarte ablesen.Von Soest über Lippstadt, Geseke, Büren, Salzkotten bis Paderborn ist der Raum Sauerland/Waldecker Land per Bahn deutlich schneller erreichbar. Umgekehrt können Tausende Menschen aus dem Großraum Meschede/Winterberg/Olsberg/Korbach/Willingen/Brilon/Büren endlich per Bahn ohne sehr große Umwege nach Norden, also nach Paderborn, Bielefeld und die Räume in Niedersachsen/Schleswig-Holstein und Hamburg gelangen.

Eine grandiose Idee – Modelleisenbahnmodell der Almetalbahn am neuen Bahnhof in Büren

Dass die Almetalbahn reaktiviert wird, ist für mich eine ziemlich sichere Sache. Das Wann ist in unserem Land schon schwieriger zu beurteilen. Ich bin meiner Zeit schon einmal wieder etwas voraus. Neben dem kleinen Bürener Bahnhofsgebäude soll in einer Art Güterschuppen eine neue Modelleisenbahn in Spur H0 entstehen. Angegliedert ist ein Café mit Außenbereich. In der Halle ist die Geschichte der Almetalbahn zwischen Paderborn, Büren, Brilon und Brilon-Wald sowie die Strecke nach Geseke großformatig dokumentiert. Ein dünnes DIN A4 Info-Heft für Eisenbahninteressierte mit allen Daten und Bildern ist zu erwerben. Ein Beamer zeigt großformatig tolle alte Aufnahmen.
Hauptanziehungspunkt in der Halle ist Bürens neue Attraktion: die Almetalbahn in H0 als Modulanlage. Ein erster Plan wurde von mir entwickelt. Jetzt fehlen noch potente Investoren mit Herzblut für die Sache. Ich bin beim Bau ehrenamtlich dabei…

Download meines Anlageplanes in höherer Qualität (JPG): Almetalbahn als H0 Modulanlage
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Download meines Anlageplanes als PDF-Datei: Almetalbahn Modulanlage H0

Die zentralen Orte sind Tudorf (oben rechts), Büren (oben links), Ringelstein (unten links) und Brilon-Stadt (unten rechts). Die Züge können in Richtung Paderborn oder Brilon fahren und verschwinden dann im Schattenbahnhof, wo gewendet werden kann oder ein anderer Zug eingesetzt wird. Desweiteren kann die Auffahrt von Büren nach Geseke zum Kapellenberg gefahren werden, danach geht es in den Schattenbahnhof mit Wendemöglichkeit. In der Südrichtung fahren die Züge bis Brilon-Stadt als Endbahnhof. Der Bahnhof Ringelstein ist vorhanden und kann wie jeder andere der vier Bahnhöfe als Begegnungsbahnhof genutzt werden. Hinter Brilon geht es in den zweiten Schattenbahnhof. Markante Objekte auf der Strecke sind (von Nord nach Süd): Almeviadukt Tudorf, Almeviadukt nördlich Wewelsburg, Wewelsburger Tunnel, Almeviadukt nördlich Ahden (Nähe Bahnhof Ahden), Ahdener Tunnel, Almeviadukt zwischen Brenken und Ahden (heute unter der BAB A44), Bahnhof Büren (fast vollständig), Viadukt Büren Eickhoffer Straße, Viadukt Weine Rüthener Straße, Bahnhof Ringelstein, Viadukt Alme B480, Almer Tunnel, Bahnhof Brilon. Die Bahnanlagen in allen vier Bahnhöfen entsprechen in etwa der Situation in den 1950er Jahren. Als Rollmaterial sind denkbar: der Heckeneilzug mit Dampflok 50er, mit V100.20 oder V160/BR 216 und entsprechenden Wagen, diverse Personenzüge mit BR 93, 50, V100 und BR216 u. a., Schienenbusgarnituren VT95 und VT98, Güterzüge i.d.R. mit BR 50. Die Höhendifferenz beträgt zwischen Tudorf Brücke (ca. 150m üNN) und Brilon-Stadt (448m üNN) etwa 30cm. Zwei Schattenbahnhöfe unter der Anlage sollten jeweils etwa 10 Zuggarnituren aufnehmen können. Die sichtbare Streckenlänge von Schattenbahnhof 1 bis Schattenbahnhof 2 liegt bei ca. 85,8m. Die vielen Schleifen im bewaldeten Hügelland des Almetales strecken die Länge. Geplant ist dieser Entwurf mit dem Märklin C-Gleis-Sortiment. Der schärfste Kurvenradius beträgt 67cm (R5). Ansonsten ist der große Radius (r=1,11m) eingebaut. Es wurden ausschließlich schlanke Weichen eingeplant. Ich würde hier auch keine weiteren Orte in die Anlage einbauen, weil einfach der Raum nicht ausreicht. Deswegen habe ich schweren Herzens auf die Bahnhöfe Paderborn, Brilon-Wald und Geseke verzichtet. Ziel der H0-Anlage ist nicht, ein genaues Abbild der Almetalbahn nachzubauen, sondern einen Eindruck von Wald, Wiesen, Alme, Brücken und Tunnel bei der Fahrt durch unser Tal wiederzugeben. Wenn dann noch die Gleispläne der vier Bahnhöfe mit dem Original recht gut übereinstimmen, ist (für mich) genug getan.
Ich habe hier den Traktionswechsel bei der DB in etwa in der Epoche III recherchiert. Nicht alle Zahlen liegen vor. Einige sind in den DB-Jahres-Statistiken auch unterschiedlch wiedergegeben. Die Tendenz ist jedenfalls deutlich erkennbar. Wichtigste Quelle ist die ehemalige Schriftenreihe des Eisenbahn Kuriers "Die DB vor 25 Jahren".